Willkommen bei der Segelfluggruppe Giulini!

Rückblick Segelfliegertag in Dannstadt

Zwar sind schon einige Wochen vergangen, dennoch möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf den Segelfliegertag in Dannstadt zurückblicken. Wir danken allen Teilnehmern und Helfern für einen informativen und geselligen Tag!
 
Im Folgenden ein Bericht von Markus Müller und Bilder von Norbert Lenz:
 
Hunderte Besucher bei Rheinland-pfälzischem Segelfliegertag in Dannstadt-Schauernheim
 
Dannstadt-Schauernheim. Gleichgesinnte treffen, sich untereinander austauschen und über aktuelle Ausstattung informieren: Diese Gelegenheit bietet Freunden der motorlosen Luftfahrt einmal jährlich der Segelfliegertag. Am Samstag war es wieder soweit, diesmal im Zentrum Alte Schule. Der Einladung der Segelflugkommission Rheinland-Pfalz sowie der Dannstadt-Schauernheimer Segelflieger sind rund 300 Besucher gefolgt. 
 
Nachdem die Vorstände Reinhard Hähndel  vom SSV Ludwigshafen  und Volker Schliephake von der SFG GIULINI die Ehrengäste und die vielen Luftsportler begrüßt haben, kommen die Grußworte zur Veranstaltung durch Landrat, Bürgermeister der Umlandgemeinden sowie dem Landessportbund und natürlich von unserem Präsidenten Ernst Eymann.  Sekovorsitzende Rosie Ulrich übernimmt anschließend die Moderation und führt geschickt durch den  Segelfliegertag……..

Hier eine Momentaufnahme:

 
Schon im Foyer wird eifrig diskutiert, nachgefragt, notiert. Elf Aussteller präsentieren moderne Cockpit-Technik, Pilotenkleidung und Computeranwendungen. Bestimmte Software zum Beispiel kann Flugsportvereinen helfen, Flugdaten zu erfassen sowie ihre Finanzen und Mitglieder zu verwalten. Daneben gibt es eigens für die Bedürfnisse von Segelfliegern entwickelte Hosen und Sonnenbrillen, darunter welche mit Spezialfiltern. Gleich zwei Unternehmen stellen die verschiedenen Ausführungen von Navigationssystemen für Segelflugzeuge vor. „Die Veranstaltung ist  sehr gut besucht. Selbst während der Vorträge ist viel los“, berichtet Angelika Mayr von LX Avionik von einer regen Resonanz am Stand.

Es riecht  nach Mittagessen. Andreas Schottmüller, der Küchenchef vom SSV mit seinen Helfern, diese sind fleissig dabei Schweinebraten und Spätzle mit Sahnesauce zu kochen. Siggi Knoop und ihre Mitstreiter von der SFG haben eine Kaffeetafel aufgebaut, die jedem Vergleich mit einer Konditorei standhält......
 
Den unterschiedlichen Präsentationen im großen Saal folgen die Gäste mit großem Interesse. Gerade berichten zum Beispiel die Sportsoldaten Robin Diesterweg und Robin Sittmann, was sie bei diversen Wettbewerben im In- und Ausland erlebt haben, darunter die Weltmeisterschaft in Australien. Eindrücke hierzu liefern zahlreiche Fotos, die beide sowohl am Boden als auch aus dem Cockpit heraus geschossen haben und ansprechend erläutern. Ebenso fasziniert hat die Menge vorher Lukas Winterhoff gelauscht, als er seinen 710 Kilometer langen Rekordflug schildert, mit dem er sich für ein Jahr ein DAeC Förderflugzeug verdient hat. „Das stellen wir jugendlichen Piloten für den Spitzensport zur Verfügung“, erklärt Verbandspräsident Ernst Eymann. Er spricht für mehr als 400 ehrenamtliche Fluglehrer und circa 3000 Segelflieger im Land. 
 
Am Abend erfahren die Gäste in einem Vortrag, welche Wetterumstände die Rekordhöhenflüge am 14. November 2015 ermöglicht haben. Diese seltene Gelegenheit haben damals auch die Nachwuchspiloten Jan Hertrich (24 Jahre) und Johannes Dibbern (18) genutzt, um so hoch hinaus zu kommen wie nie zuvor. „Normalerweise sind wir zwischen 1500 und 2000 Metern unterwegs. An diesem Tag haben wir es auf 8000 Meter geschafft“, erzählen sie. 
Um den ganzen Tag auskosten zu können, sind sie bereits bei Sonnenaufgang mit ihren Flugzeugen gestartet. Denn aufgrund der speziellen Wetterberichte, die Segelflieger verfolgen, wussten sie vorher, dass die Bedingungen besonders günstig sein würden. „Aufgeregt waren wir vor dem Flug. Während des Flugs ist man zu beschäftigt“, sagt Hertrich. Denn ab 3000 Metern herrscht kontrollierter Luftraum, weshalb sich die Segelflieger bei  Langen-Radar melden müssen, die den Flug von da an koordiniert. Zudem gilt es, auf einen möglichen Wetterumschwung zu achten und einiges mehr.  
 
Fluglehrerin Stefanie Stirbu ist dem Segelfliegen seit 1986 verschrieben. Die Faszination lasse sich nur schwer in Worte fassen, die Landesvizemeisterin bei den Frauen versucht es trotzdem: „In Dimensionen vordringen, in die der Mensch nicht hingehört, der Teamgeist im Verein und die Naturverbundenheit. Ich bin schon mit Störchen gekreist. Das ist einfach toll. Es gibt fast nichts Schöneres als solche Erlebnisse“, sagt die 51-Jährige. Ohne Motor so weit zu kommen, nennt Dibbern einen weiteren Punkt. Und Hertrich ergänzt: „Bei jedem Flug gibt es mindestens einen Wow-Moment, in dem man etwas Neues entdeckt.“ 
 
Die vielen Besucher bestätigen diese Faszination. Dass sich viele untereinander kennen und schätzen, deutet zudem den Zusammenhalt in der Segelfliegergemeinde an. So sind denn auch die Ausrichter – Segelflugkommission Rheinland-Pfalz, SFG Giulini und SSV Ludwigshafen – sehr zufrieden mit dem Zuspruch. Zu dem gelungenen Segelfliegertag haben nicht zuletzt rund 30 Helfer der beiden Dannstadter Vereine beigetragen.   
 
 

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