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Sport

Rundensieg und volle Punktzahl

Das gute, schlechte Rheintal

Der Samstag brachte Schauerwetter, aber zumindest nach einer Woche Regen überhaupt fliegbares Wetter.
Norbert Lenz (LS-9, LZ), Dieter Bartek (LS-4, UY) und David Schneider (ASW-20, 6W) nutzen diese Chance und starteten auf dem durchnässten Dannstadter Flugplatz.
Buddy flog bis Bad Sobernheim und über den Pfälzer Wald wieder zurück, ansonsten war die Rheinebene mit weniger Schauern und mehr Luft unter den Flügeln das beste Fluggebiet. David nutzte ausschließlich die Ebene, um die oft schwer durchschaubare Lage optimal zu meistern. Norbert zauberte einen 113er Schnitt in den wolkenverhangenen Himmel und verschenkte dabei sogar noch 9 Minuten. Charly Müller und Uwe Melzer flogen auf dem Hockenheimwettbewerb ihren letzten Wertungstag und konnten wegen der definierten Streckenführung nicht die Schnitte der 3 erreichen. Der Sonntag brachte wieder Dauerregen.
Wie so oft in den letzten Jahren zeigte sich, das unser thermisch schlechtes Rheintal oft ein Nachteil ist, bei solchen Wetterlagen aber der Winner sein kann.
Wir sind gespannt, vor welche Aufgaben uns diese Katastrophen-Wetter-Saison nächstes Wochenende stellt.

5. Bundesligarunde

Pfingsten und wieder kein Wetter
Das Wetterfenster im Rheintal beschränkte sich für das ganze Pfingsten auf den Samstag bis zum späten Nachmittag - dann hatte uns der Trog im Griff.
4 der acht fliegenden Bundesliga-Piloten waren Teilnehmer des Dannstadter Vergleichsfliegen oder des Hockenheimwettbewerbes. Der kurze Tag war geprägt durch recht unterschiedliche Bedingungen. Die Basis am Vormittag lag bei 1.000-1.200m MSL, die Steigwerte durch die schon merklich einfließende Warmluft meist mit einer 1 vor dem Komma. Am frühen Nachmittag war der nördliche Odenwald am Ergiebigsten, Steigwerte bis 3 m/s und rund 2.000m Basis, wobei man im Luv die Wolken auch übersteigen konnte, machte dort richtig Spaß. Leider örtlich sehr begrenzt.
Dieter Bartek (LS-4WL, UY) und Daniel Schneider (Hornet, HO) flogen ohne Startgrid und frei von jeder Aufgabe gut 10 km/h schneller wie die "Wettbewerbsteilnehmer", deren Schnitte witziger Weise alle innerhalb eines km/h lagen. Die Ausnahme war Trainer Charly Müller (Ventus t, C), der noch 2 km/h drauflegen konnte.
Wie war die Durchsage? "Der kleine November will aus dem Mai abgeholt werden" - hoffentlich macht das bald einer.
 

Kleines, simples "Bundesliga How to" für Laien

Ohne Thermik geht nichts

Ein Segelflugzeug gleitet immer dem Erdboden entgegen. Nach dem Windenstart oder Flugzeugschlepp wird das Segelflugzeug ohne Thermik nach ca. 15 Minuten einfach wieder auf dem Boden aufsetzen.


Um "Oben" zu bleiben, brauchen wir Segelflieger also einen Aufwind, in dem wir kreisen und Höhe gewinnen.  Diese Höhe setzen wir dann gleitend in Strecke um, bis wir wieder einen Aufwind benötigen, um nicht landen zu müssen. Also immer Steigen - gleiten - Steigen - gleiten - Steigen - gleiten.........  hört sich einfach an, ist aber ein irre spannendes Unterfangen.


Wichtig ist, möglichst stark zu Steigen - also immer die besten Aufwinde zu finden und nicht in den "schlechten" Aufwinden zu kreisen - das macht langsam. Allerdings ist es absolut wesentlich zu Steigen, bevor man am Boden ist - denn sonst ist der Flug ja vorbei.


Beim Gleiten ist die Kunst seinen Gleitwinkel zu strecken, d.h. seinen Kurs so zu wählen, das man möglichst immer duch weniger stark sinkenden Luft  fliegen kann. Dabei muss man auch ständig seine Fluggeschwindigkeit im optimalen Bereich halten - schnell durch fallende Luftmassen - langsam durch steigende Luftmassen. Es ist also nie ein kontinuierliches Geradeausfliegen wie in einem Motorflugzeug oder Jet,  sondern es geht immer mit permanenten Kurskorrekturen und Geschwindigkeitsänderungen voran. So läßt sich die Schnittgeschwindigkeit erhöhen.


In der Bundesliga werden die Schnittgeschwindigkeiten innerhalb 2.5 Stunden der 3 Schnellsten einer Mannschaft addiert.


Nur so nebenbei - für einen 90er Schnitt muss man 225km fliegen - das wäre von Dannstadt aus nach Würzburg und wieder zurück. In der Saison 2012 lagen unsere schnellsten Schnitt weit über 120 km/h.....